Zum Inhalt springen
Alle Beiträge
Immunsystem

Immunsystem stärken in der Eishockey-Saison

6 Minuten Lesezeit

Von September bis März stehen 26 Heimspiele in der SAP Arena an. Das sind 26 Abende, an denen du bei rund 4 Grad Hallentemperatur zwei Stunden lang still sitzt, dich zwischendurch heiser schreist und dich mit 13.600 anderen Menschen durch enge Gänge schiebst. Genau in diesen Monaten haben Erkältungsviren Hochsaison.

Ein Immunsystem lässt sich nicht auf Knopfdruck hochfahren. Aber es gibt eine Handvoll Stellschrauben, die nachweislich eine Rolle spielen – und die meisten davon kosten nichts. Hier steht, worauf es ankommt und wann ein Blick auf die eigenen Werte sinnvoll ist.

01

Warum der Winter dein Immunsystem fordert

Es ist selten ein einzelner Grund. Im Winter kommt mehreres zusammen, und jeder Punkt für sich wäre harmlos:

Zwischen Oktober und März steht die Sonne in Mannheim so tief, dass die Haut kaum noch Vitamin D bilden kann.
Heizungsluft trocknet die Schleimhäute in Nase und Rachen aus – ihre Abwehrfunktion lässt nach.
Volle Arena, volle Straßenbahn, volles Büro: mehr Kontakte auf engem Raum.
Kälte an Händen und Füßen sorgt für engere Gefäße und schlechtere Durchblutung der Schleimhäute.
Weniger Tageslicht heißt oft auch weniger Bewegung an der frischen Luft.
Später Anwurf, spätes Zubettgehen: In der Saison leidet bei vielen Fans der Schlaf.

Einzeln ist nichts davon dramatisch. In Summe hat die körpereigene Abwehr im Winter aber schlicht mehr zu tun.

Zitrusfrüchte und Hülsenfrüchte
02

Diese Nährstoffe spielen eine Rolle

Drei Nährstoffe tauchen beim Thema Abwehrkräfte immer wieder auf. Für alle drei gibt es von der EU zugelassene Aussagen – das heißt: der Zusammenhang gilt als belegt. Was sie nicht sind: ein Schutzschild gegen Erkältungen.

Vitamin

Vitamin C

Trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Steckt reichlich in Paprika, Brokkoli, Kohl und Zitrusfrüchten – eine rote Paprika deckt den Tagesbedarf bereits ab.

Vitamin

Vitamin D

Trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Wird zu rund 90 Prozent über die Haut gebildet – von Oktober bis März reicht die Sonne dafür in unseren Breiten nicht aus.

Mineralstoff

Zink

Trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und schützt die Zellen vor oxidativem Stress. Gute Quellen sind Haferflocken, Käse, Linsen, Rindfleisch und Kürbiskerne.

Wichtig: Mehr ist nicht besser. Zink zum Beispiel sollte dauerhaft nicht überdosiert werden. Ob und in welcher Menge eine Ergänzung für dich sinnvoll ist, klären wir am besten anhand deiner Werte – nicht anhand einer Faustregel aus dem Internet.

03

Was am Spieltag wirklich hilft

Die unspektakulären Dinge wirken am zuverlässigsten. Für den Abend in der SAP Arena heißt das konkret:

  • Zwiebelprinzip statt einer dicken Jacke: In der Arena ist es kalt, im Gang davor warm. Mehrere dünne Schichten machen den Wechsel mit.
  • Mütze und dünne Handschuhe mitnehmen. Über Kopf und Hände geht am meisten Wärme verloren.
  • Nicht mit leerem Magen ins Spiel. Ein warmes Essen vorher hält länger als eine Bratwurst in der zweiten Drittelpause.
  • Trinken, auch wenn du keinen Durst hast. Trockene Hallenluft entzieht mehr Flüssigkeit, als man merkt.
  • Nach dem Spiel zügig aus der durchgeschwitzten oder feuchten Kleidung.
  • Sieben bis acht Stunden Schlaf – gerade nach einem 19:30-Uhr-Anwurf die schwerste Übung.
  • Hände waschen, bevor du ins Gesicht fasst. Die meisten Erkältungsviren nehmen genau diesen Weg.

Wenn du regelmäßig selbst auf dem Eis oder im Studio stehst, kommt noch ein Punkt dazu: Nach sehr intensiven Einheiten ist die Abwehr für einige Stunden anfälliger. Plane an solchen Tagen bewusst Erholung ein.

Fans im Stadion
04

Häufige Fragen

Beratung in der Apotheke

Lass deine Werte checken, bevor die Saison heiß wird

In den PETRIG Apotheken bieten wir Blutanalysen an – unter anderem für Vitamin D, Eisen und Zink. Du erfährst, wo du tatsächlich stehst, und wir besprechen mit dir, was daraus folgt. Persönlich, in einer unserer vier Apotheken in Mannheim.

Zur Blutanalyse