Von September bis März stehen 26 Heimspiele in der SAP Arena an. Das sind 26 Abende, an denen du bei rund 4 Grad Hallentemperatur zwei Stunden lang still sitzt, dich zwischendurch heiser schreist und dich mit 13.600 anderen Menschen durch enge Gänge schiebst. Genau in diesen Monaten haben Erkältungsviren Hochsaison.
Ein Immunsystem lässt sich nicht auf Knopfdruck hochfahren. Aber es gibt eine Handvoll Stellschrauben, die nachweislich eine Rolle spielen – und die meisten davon kosten nichts. Hier steht, worauf es ankommt und wann ein Blick auf die eigenen Werte sinnvoll ist.
Warum der Winter dein Immunsystem fordert
Es ist selten ein einzelner Grund. Im Winter kommt mehreres zusammen, und jeder Punkt für sich wäre harmlos:
Einzeln ist nichts davon dramatisch. In Summe hat die körpereigene Abwehr im Winter aber schlicht mehr zu tun.
Diese Nährstoffe spielen eine Rolle
Drei Nährstoffe tauchen beim Thema Abwehrkräfte immer wieder auf. Für alle drei gibt es von der EU zugelassene Aussagen – das heißt: der Zusammenhang gilt als belegt. Was sie nicht sind: ein Schutzschild gegen Erkältungen.
Vitamin C
Trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Steckt reichlich in Paprika, Brokkoli, Kohl und Zitrusfrüchten – eine rote Paprika deckt den Tagesbedarf bereits ab.
Vitamin D
Trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Wird zu rund 90 Prozent über die Haut gebildet – von Oktober bis März reicht die Sonne dafür in unseren Breiten nicht aus.
Zink
Trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und schützt die Zellen vor oxidativem Stress. Gute Quellen sind Haferflocken, Käse, Linsen, Rindfleisch und Kürbiskerne.
Wichtig: Mehr ist nicht besser. Zink zum Beispiel sollte dauerhaft nicht überdosiert werden. Ob und in welcher Menge eine Ergänzung für dich sinnvoll ist, klären wir am besten anhand deiner Werte – nicht anhand einer Faustregel aus dem Internet.
Was am Spieltag wirklich hilft
Die unspektakulären Dinge wirken am zuverlässigsten. Für den Abend in der SAP Arena heißt das konkret:
- Zwiebelprinzip statt einer dicken Jacke: In der Arena ist es kalt, im Gang davor warm. Mehrere dünne Schichten machen den Wechsel mit.
- Mütze und dünne Handschuhe mitnehmen. Über Kopf und Hände geht am meisten Wärme verloren.
- Nicht mit leerem Magen ins Spiel. Ein warmes Essen vorher hält länger als eine Bratwurst in der zweiten Drittelpause.
- Trinken, auch wenn du keinen Durst hast. Trockene Hallenluft entzieht mehr Flüssigkeit, als man merkt.
- Nach dem Spiel zügig aus der durchgeschwitzten oder feuchten Kleidung.
- Sieben bis acht Stunden Schlaf – gerade nach einem 19:30-Uhr-Anwurf die schwerste Übung.
- Hände waschen, bevor du ins Gesicht fasst. Die meisten Erkältungsviren nehmen genau diesen Weg.
Wenn du regelmäßig selbst auf dem Eis oder im Studio stehst, kommt noch ein Punkt dazu: Nach sehr intensiven Einheiten ist die Abwehr für einige Stunden anfälliger. Plane an solchen Tagen bewusst Erholung ein.
Häufige Fragen
Lass deine Werte checken, bevor die Saison heiß wird
In den PETRIG Apotheken bieten wir Blutanalysen an – unter anderem für Vitamin D, Eisen und Zink. Du erfährst, wo du tatsächlich stehst, und wir besprechen mit dir, was daraus folgt. Persönlich, in einer unserer vier Apotheken in Mannheim.
Zur BlutanalyseDieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung durch Apotheke, Ärztin oder Arzt. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wende dich bitte an eine ärztliche Praxis.